3. Lauf Formel 1 Saison 11 - GP China
Der Große Preis von China wurde wie die Jahre davor in Jiading, einem Vorort von Shanghai, ausgetragen. Eine Schnecke, eine fast "Steilkurve" und eine nicht enden wollende Gerade sollte unseren Protagonisten alles abverlangen...
Schon im Qualifying zeigte sich, dass ein Sieg nur über den überlegenden Ferrarifahrer SeKa möglich sein könnte. Dieser machte es dann auch sehr spannend und fuhr als Letzter knapp vor Ende der Qualifikation auf die Strecke, fuhr eine sehr starke Runde und setzte sich erfolgversprechend auf die Poleposition. Stefan Fritsche, der die ersten beiden Saisonrennen ausfallen lassen musste, zeigte trotz weniger Trainingsrunden eine gute Qualiperformance. Und auch unser herzlich willkommengeheißende Neueinsteiger Thomas Lund machte mit Startplatz 3 auf sich aufmerksam und versprach damit, ein ernstzunehmender Konkurrent zu werden.
Schon am Start wurde vehement, aber sehr fair miteinander gefightet: der neben SeKa in der ersten Startreihe stehende McJack konnte zwar auf diesen aufschließen, aber nicht vorbeikommen - voodoo flog an vorbei und UlrichBlanke konnte sich in der ersten Kurve - der Schnecke - Stefan schnappen. Die folgende zwei Rennrunden gingen dann im hinteren Feld turbulent weiter: sowohl Stefan als auch voodoo waren kurz neben der Strecke, so dass Uli auch an Letzterem vorbeifahren konnte. Doch voodoo heftete sich sofort in dessen Heck und wollte sich in der zweiten Runde am Ende der langen Gegengeraden sofort wieder an diesem vorbeibremsen. Doch er war etwas zu weit weg, unterschätzte seinen Windschatten-Geschwindigkeits-Vorteil und konnte seinen Boliden gerade noch an Uli vorbeimanövrieren. Dadurch verlor voodoo jedoch noch einen Platz - gegen Stefan - und fand sich am Ende der Runde am Ende des Feldes wieder - von wo aus er eine eine beeindruckende Aufholjagd startete. In Runde 4 überholte er Stefan, in Runde 6 Uli und in Runde 15 Jack. Vorne konnte sich SeKa stetig von Thomas absetzen, welcher in Runde 2 an Jack vorbeigehen konnte. Dieser ging in Runde 12 recht früh an die Box, so dass Uli ebenfalls an ihm vorbei kam. Doch Jack war schnell unterwegs, konnte Uli bei dessen Boxenstopp wieder überholen und sich einen genügend großen Vorsprung rausfahren, um auch beim zweiten Boxenstopp vor diesem zu bleiben.
Leider gab es auch zwei Ausfälle zu betrauern: in Runde 20 geriet Stefan von der Strecke, demulierte sich seinen Boliden und musste aufgeben. Ärger traf es Thomas, bei dem bereits vor dem Start unbemerkt vom Team geschlampt wurde: man hatte ihm zu wenig Benzin in den Tank gefüllt, so dass er in Runde 38 auf P2 fahrend trocken lief und sein Bolide ausrollte.
Des einen Leid ist des anderen Freud: auch auf Grund der Ausfälle kam es am Ende zu folgender Zieleinfahrt. SeKa kam seiner Favoritenrolle gerecht und gewann den Großen Preis von China. Dahinter fuhr voodoo als Zweiter und Jack als Dritter über die Ziellinie und komplettierte damit das Podium. SeKa schiebt sich damit auf den zweiten Platz in der Fahrerwertung und Uli als Vierter im Ziel sammelte wichtige Punkte für das Team Lotus, welches immernoch die Konstrukteursmeisterschaft anführt.
Das nächste Rennen lockt uns in die Türkei. Auf nach Istanbul ...

